|
Startseite
News & Termine
Creditreform News
Online-Archiv
Archiv 2008
Dienstleister der Informationsgesellschaft: Wichtigster Impulsgeber für Innovationen ist die eigene Geschäftsführung
Dienstleister der Informationsgesellschaft: Wichtigster Impulsgeber für Innovationen ist die eigene Geschäftsführung
Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"
Neuss / Mannheim, 14.07.2008
Die Dienstleister der Informationsgesellschaft, zu denen wissensintensive und IKT-Dienstleister gehören, waren in den vergangenen zwölf Monaten sehr innovativ. Etwa 39 Prozent der Unternehmen haben ihr Dienstleistungsangebot ausgeweitet, indem sie sich beispielsweise neue Kundengruppen oder Marktsegmente erschlossen haben. Rund 34 Prozent haben ihr Angebot differenziert, indem sie etwa Servicezeiten geändert oder ihr Angebot ergänzt haben, und immerhin 20 Prozent der Unternehmen haben ihr Dienstleistungsangebot
standardisiert. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im Juni 2008 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage siehe Ende der Pressemitteilung).
Die Innovationsaktivitäten sind für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Dienstleister der Informationsgesellschaft sehr wichtig. Dabei kommen die Impulse für Innovationen aus unterschiedlichen Quellen. „Für etwa 90 Prozent der Unternehmen aus den befragten Branchen, die in den vergangenen zwölf Monaten innovativ waren, spielte die eigene Geschäftsführung als Impulsgeber die größte Rolle“, erklärt Jenny Meyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZEW, „gefolgt von den Kunden mit ihren Wünschen und Anregungen,
die für etwa 65 Prozent der Unternehmen die zweitwichtigste Quelle für Veränderungen ihres Dienstleistungsangebots waren.“ Am dritthäufigsten nannten die Unternehmen die Mitarbeiter als Impulsgeber für innovative Veränderungen (etwa 56 Prozent). Etwa 52 Prozent der Unternehmen wurden durch die Entwicklung des Marktes und durch die Wettbewerber zu diesen Innovationen angeregt. Auch gesetzliche Änderungen können zu Neuerungen beim Dienstleistungsangebot führen. Allerdings geben lediglich etwa 23 Prozent der Dienstleister
der Informationsgesellschaft gesetzliche Änderungen als Quelle für die, in den vergangenen zwölf Monaten eingeführten, Neuerungen an.
Auch wenn die Wichtigkeit der einzelnen Impulsgeber bei den wissensintensiven und bei den IKT-Dienstleistern gleich ist, spielen die Mitarbeiter als Quelle von Innovationen bei den IKT-Dienstleistern (etwa 65 Prozent) eine größere Rolle als bei den wissensintensiven Dienstleistern (etwa 53 Prozent). Bei letzteren ist wiederum die Marktbeobachtung beziehungsweise sind die Wettbewerber als Impulsgeber wichtiger (etwa 53 Prozent) als bei den IKT-Dienstleistern (etwa 48 Prozent).
(2.617 Zeichen)
Ihre Ansprechpartner beim ZEW
ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Jenny Meyer
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien
L 7, 1
68161 Mannheim
Tel.: 06 21 / 12 35-166
Fax: 06 21 / 12 35-333
meyer@zew.de
www.zew.de
Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der
Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im
einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den
Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und
Umweltökonomik tätig.
Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen
moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei
industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.
Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung
Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen
(jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit
gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den
Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100
annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal
hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.
Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:
ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)
Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.
Allgemeine methodische Hinweise (PDF)
Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)
|